Fotos: Jochen Tack
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Per Busch-Taxi in die Wildnis
Alaska überirdisch: Auf dem Luftweg in die schönsten Winkel des 49. Staates

Für Brad Bahr ist dies ein guter Tag. Der Regenschleier, der früher am Morgen den Start in Anchorage verschob, ist verschwunden, die Sicht stimmt, und aus dem Kopfhörer klingt Wes Montgomery. „Ich bin ein fliegender DiscJockey“, erklärt er. Sobald er seine Cessna auf Flughöhe gebracht hat, kümmert er sich um Wesentliches: Jazzmusik, ordentlich sortiert in einer CD-Tasche, die zwischen Flugkarten liegt. Gutgelaunt hockt er nun am Steuerknüppel und erzählt Bärenwitze. Die gehören in Alaska zum Alltag wie die Buschpiloten selbst. Nur ein Viertel der Fläche Alaskas ist auf dem Landweg erreichbar. So gilt das Credo der Buschpiloten: Richtig sieht man Alaska erst von oben. Ohne Piloten wie Brad, die Post, Vorräte, Bewohner und Besucher in den Busch bringen, wäre in entlegenen Dörfern kein zivilisiertes Leben möglich. Und auch Urlauber hätten es schwer. Denn die Luft-Taxis fliegen auch Wanderer, Angler, Rafter und Bergsteiger in die schönsten Ecken des 49. Staats. Buschpiloten sind Alltagsretter und Sinnbild des ewigen amerikanischen Traums von Freiheit und Streben nach den letzten Grenzen...


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